FDP-Landtagskandidat Chris-Robert Berendt fordert: Schulen abhängig vom Infektionsgeschehen öffnen, aber nur mit Konzepten

Das routinemäßige Online-Treffen des FDP-Ortsverbandes Schwäbisch Gmünd-Lorch war geprägt von der Diskussion um einen verantwortbaren Zeitpunkt zur Öffnung der Schulen.


„Was die Kultusministerin vorschlägt, geht so gar nicht: Es stimmt zwar, dass Präsenzunter-richt wichtig für unsere Kinder ist, aber das Infektionsgeschehen dürfen wir nie aus den Au-gen verlieren“, betonte FDP-Landtagskandidat Chris-Robert Berendt, selbst Gymnasiallehrer und in der Lehrerfortbildung tätig. „Außerdem fehlt es noch immer an Konzepten, die den Un-terricht vor Ort ermöglichen. Bevor Eltern, Schüler und Lehrer weiter verunsichert werden, sollten diese Hausaufgaben erledigt sein.“, so Berendt weiter.

Das Kultusministerium habe leider die letzten neun Monate nicht genutzt, um sicheren Prä-senzunterricht zu gewährleisten Stattdessen werde fast gebetsmühlenartig wiederholt, dass man die Schulen in jedem Fall öffnen müsse, ohne jedoch zu konkretisieren, wie. Die Schul-leitungen würden bei der Bewältigung ihrer Aufgaben allein gelassen. Ministerin Eisenmann lehne Alternativen der Lehrerverbände und der FDP kategorisch ab, ohne diese zu prüfen. „Ich fordere das Kultusministerium auf, unserer dringenden Bitte nach Luftfilteranlagen für die Klassenräume, der Bereitstellung von freiwilligen Schnelltests für alle Lehrkräfte und einem früheren Impftermin für die Lehrerinnen und Lehrer nachzukommen.“


Die Lieferung der FFP2-Masken für das Lehrpersonal sei leider auch erst kurz vor den Weih-nachtsferien erfolgt, als das Infektionsgeschehen schon sehr hoch war.  Außerdem seien sie für manche Lehrkräfte zu klein.


Die Freien Demokraten Schwäbisch Gmünd und Lorch fordern von der Landesregierung und dem Kultusministerium Taten sowie Investitionen in den Infektionsschutz der Bildungseinrich-tungen und nicht nur konzeptlose Versprechungen an die Eltern, das Betreuungsangebot si-cherzustellen.


Der Bildungsauftrag der Schulen scheint leider in den Hintergrund gerückt zu sein. Wechsel-unterricht in halben Klassen und hybride Formen ermöglichen es auch in Pandemiezeiten diesem Auftrag gerecht zu werden. Gerade für die älteren Schüler und die Oberstufe sind das durchaus realisierbare Konzepte, bei denen viel gelehrt und gelernt werden kann. „Wir könn-ten abwechselnd kleinere Lerngruppen in Präsenz und online unterrichten“, konkretisiert Ber-endt aus seiner persönlichen Erfahrung. „Unabdingbar sind hierfür natürlich die entsprechen-den Fortbildungsangebote im Bereich des digitalen Unterrichts für Lehrerinnen und Lehrer, die bislang immer noch fehlen.“


Zentrale Forderung des FDP-Landtagskandidaten Berendt: „Schulen öffnen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, aber mit ausgearbeiteten und klaren Konzepten des Kultusminis-teriums.“

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