Ja zum Appell der Bürgermeisterinnen undBürgermeister: Alternativen prüfen undregional differenzieren

Die Freien Demokraten Schwäbisch Gmünd – Lorch zeigen sich besorgt über die auch in der Region steigenden Corona-Infektionszahlen und unterstützenden parteiübergreifenden Appell der Bürgermeisterinnen und Bürgermeisterin Baden-Württemberg an Ministerpräsident Kretschmann, Differenzierungen zu prüfen.

 

Die Kriterien, welche bei der Auswahl der durch den Lockdown betroffenen Bereiche angewendet wurden, sind schwer zu verstehen und widersprüchlich.

 

„Die Schließung des gesamten Kultur- und Sportbereichs für einen Monat im gesamten Bundesgebiet ist unverhältnismäßig“ erklärt der Landtagskandidat der FDP Schwäbisch Gmünd - Lorch und Gymnasiallehrer Chris-Robert Berendt. „Ich fordere die Landesregierung auf, abhängig vom Infektionsgeschehen zu reagieren.

Weiterhin sei es nicht nachvollziehbar, warum das außerschulische Angebot für Schülerinnen und Schüler selbst bei Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte gänzlich untersagt werde, laut der geltenden Corona Verordnung jedoch morgens der Schulsport ohne Maskenpflicht ausgeübt werden darf, so Berendt weiter.

 

Als Gründe für die Kritik sehen die Freien Demokraten die Erklärungen des RKI, das die steigenden Corona-Infektionen vor allem im privaten Bereich sieht. Kultureinrichtungen und die Gastronomie sind nicht wesentliche Treiber des Infektionsgeschehens. „Es ist unverständlich, warum geradediese Betriebe nun geschlossen werden“, betonen die Freien Demokraten. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen, die durch einen weiteren Lockdown entstehen, sind noch gar nicht absehbar.

 

„Gerade in Zeiten, in denen man Kontakte auf ein Minimum reduzieren muss, sind Alternativen für soziale Distanz und Angst notwendig“, meint Berendt. „Die Landesregierung ist nun in der Verantwortung, Alternativen genau zu prüfen und die Schließung von Einrichtungen an das regionale Infektionsgeschehen anzupassen und nicht zu pauschalisieren.“

 

Ob die kürzlich beschlossenen Maßnahmen den gewünschten Erfolg erzielen und das Pandemiegeschehen auch langfristig ausbremsen, bleibt abzuwarten. Einen weiteren Lockdown verkraften weder die Gastronomie-und Beherbergungsbetriebe noch die Kultur- und Sporteinrichtungen.

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