Dreispurige Verkehrsführung als bester Kompromiss

Der FDP-Ortsverband Schwäbisch Gmünd/Lorch beschäftigte sich in seiner jüngsten Vorstandssitzung mit dem Thema, dass derzeit im Gmünder Raum heftig diskutiert wird: Die im Zuge der vorgesehenen Fahrbahnsanierung der B 298 nach Mutlangen sprudelnden Vorschläge zu einer weitgehenden Umgestaltung dieser stau- und unfallträchtigen Straße.

Übereinstimmung herrschte im Vorstand, dass sich jede Variante an zwei Zielsetzungen messen lassen muss: Eine Verbesserung der Verkehrssicherheit und eine dem Verkehrsvolumen gerecht werdende Straßengestaltung. Eine Reduzierung auf zwei Fahrspuren in Verbindung mit einem Überholverbot würde die Störanfälligkeit deutlich erhöhen und wäre mit dem zweiten Ziel kaum zu vereinbaren, auch nicht bei einer Verbannung jeden Schwerlastverkehrs. Der bei dieser Variante ins Gespräch gebrachten Idee einer Entlastung des Autoverkehrs durch E-Bikes bzw. Pedelecs durch Umwidmung eines Teils der freiwerdenden Straßenfläche zum Radweg steht der FDP-Ortsvorstand skeptisch gegenüber. Abgesehen davon, dass diese Fortbewegungsart doch ganz überwiegend eine Schönwetterangelegenheit sei, müsse man sich einmal die erforderliche schiere Anzahl von Rad fahrenden Menschen am Rande einer vielbefahrenen Bundesstraße vorstellen und die damit verbundenen Sicherheitsprobleme. Die Verschmälerung des bestehenden Gehweges und Neubau eines separat geführten Rad- und Gehweges mit bituminösem Belag am Böschungsfuß der Straßentrasse in Richtung Mutlangen sei dagegen eine gute Idee – auch wenn das dann nicht der Bund übernähme.

 

Der von der Jungen Union geforderte vierspurige Ausbau geht nach Auffassung von Vorstandsmitglied und langjährigem Straßenbauexperten im Stuttgarter Regierungspräsidium, Günther Herb, über ein vernünftiges Maß hinaus. Die erforderliche Straßenbreite für einen solchen Ausbau wäre nur durch Maßnahmen außerhalb des heutigen Profils darstellbar, was neben erheblichen finanziellen Konsequenzen infolge von problematischen Hangsicherungsmaßnahme wie z. B. beim Ausbau der B 19 zwischen Gaisbach und Künzelsau auch ein Jahre dauerndes Planfeststellungsverfahren erforderlich machen würde. „Das sollten wir schnell vergessen“, so Herb.

 

Nach nüchterner Abwägung empfiehlt der FDP-Ortsverband, es bei der dreispurigen Verkehrsführung zu belassen und die Einhaltung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 kmh mittels stationärer Anlagen zu überwachen.