Speed-Dating mit FDP-Landtagskandidatin

Dr. Julia Frank hatte Erst- und Jungwähler zum Speed-Dating ins „Mauritius“ eingeladen. Als Erstwähler gilt, wer nach der letzten Landtagswahl volljährig wurde und jetzt erstmals an einer Wahl zum baden-württembergischen Landtag teilnehmen kann. Dabei kann es durchaus sein, dass jemand bereits an einer Kommunalwahl in Baden-Württemberg oder in einem anderen Bundesland gewählt hat. Unter den 7,7 Millionen wahlberechtigten Bürgern sind 520 000 Erstwähler. Diese haben in der Regel noch keine ausgeprägte Parteienbindung, was aber nicht heißt, dass kein politisches Interesse vorhanden ist.

Das mit Speed-Dating verbundene schnelle Kennenlernen zum Einstieg führte sehr schnell zu einem persönlichen Meinungsaustausch zu politischen Landesthemen, bei dem die Jugendlichen sowohl mit der Kandidatin als auch untereinander ins Gespräch kamen – jeweils vier Minuten bis zum Wechsel des Gegenüber. Von den Jugendlichen favorisierte Themen waren Bildungspolitik, Studiengebühren, Energiewende - also nicht die bei dieser Altersgruppe vielleicht erwarteten typischen Jugendthemen.

 

 

 

Die Gemeinschaftsschule wird derzeit - insbesondere was die Anforderungen an angehende LehrerInnen angeht -  als verschwommen empfunden mit der Folge einer gewissen Orientierungslosigkeit. Studiengebühren wurden kontrovers diskutiert; die Zustände in den Hörsälen ließen allerdings darauf schließen, dass die Finanzierung der Hochschulen unzureichend, der schnelle Wegfall der Studiengebühren wohl doch unüberlegt gewesen sei.  Nachlaufende Studiengebühren wurden als Option diskutiert; das elternunabhängige BAföG sowie der Ausbau der Begabtenstipendien waren weitere Schwerpunkte.

 

 

 

Sehr konkret waren die Vorstellungen über den weiteren Ausbau regenerativer Energien. Die Informationsbasis war hier auf Grund schulischer Projekte sehr fundiert. Der Schwerpunkt des weiteren Ausbaus der regenerativen Energien sollte – was unsere Region angeht – auf der Bereitstellung verzweigter Netze und der Energiespeicherung bestehen.

 

 

 

Dem „speeddaten“ schloss sich auf Wunsch der Jugendlichen eine angeregte Diskussion an. Julia Frank bedankte sich zum Abschluss für die zahlreichen Impulse.