Auch ohne Subventionen überlebensfähig machen

FDP-Landtagskandidatin Dr. Julia Frank mi Generalsekretärin Judith Skudelny auf Info-Tour zu regenerativen Energie-Projekten in der Region
FDP-Landtagskandidatin Dr. Julia Frank mi Generalsekretärin Judith Skudelny auf Info-Tour zu regenerativen Energie-Projekten in der Region

FDP-Landtagskandidatin Dr. Julia Frank mi Generalsekretärin Judith Skudelny auf Info-Tour zu regenerativen Energie-Projekten in der Region

 

Auf Einladung der FDP-Landtagskandidatin Dr. Julia Frank informierte sich die FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny über Projekte zur Gewinnung und Verwertung regenerativer Energien im Ostalbkreis bzw. den angrenzenden Regionen.

 

Erste Station war der in Bau befindliche Windpark auf der Gemarkung Lauterstein, der zukünftig größte in Baden-Württemberg und im ganzen Südwesten. Bauleiter Tilmann Wied erläuterte die gewaltigen Dimensionen und die Besonderheiten dieser 16 Windräder umfassenden Anlage. Sie erzeuge mit erwarteten 120 Mio Kilowattstunden eine Strommenge, die für die Versorgung von 34.000 Haushalten ausreichen würde und vermeide dabei einen CO2-Ausstoß von jährlich 94.000 Tonnen. Wie üblich stelle der Umweltschutz hohe Anforderungen – nicht nur in Deutschland. So sei mit den Artenschutzkartierungen  schon im Februar 2012 begonnen worden. Auf einer Rundfahrt zu den einzelnen Bauplätzen wurden die technischen Herausforderungen erläutert und visuell begreiflich, die die Errichtung von Windrädern mit einer Nabenhöhe von 139 m, Gondeln in dieser Höhe von rd. 50 to Gewicht und Rotorblättern von 60 m Länge mit sich bringen.

Die Biogasanlage in Heubach-Buch – die nächste Station der Info-Tour, sie wurde von Hermann Wiest, Aufsichtsratsvorsitzender der Nahwärmegenossenschaft "BioEnergie Buch eG, Vorstand Johannes Kurz und Landwirt und Initiator Karl Grötzinger vorgestellt - imponierte der Delegation auf ganz andere Weise. Von den Dimensionen her eher überschaubar ist die technische und wirtschaftliche Herausforderung, mittels Abfällen aus der Landwirtschaft Methangas zu erzeugen, dieses als Treibstoff einem Verbrennungsmotor zuzuführen und daraus elektrischen Strom und heißes Wasser zu erzeugen, ebenfalls nicht trivial. Der Strom wird ins Netz eingespeist, die Wärme über ein Rohrleitungsnetz zur Versorgung von 60 Häusern in Buch genutzt. Das Bewundernswerte und Begeisternde dieses Projektes bestehe darin – so Dr. Julia Frank – dass es außerhalb der technischen Spezialistenaufgaben von der Idee bis zum Betrieb von motivierten und begeisterten Bürgern getragen werde – allesamt in der Technik Laien – und dass es offensichtlich funktioniere. „Für uns ist das ein Vorzeigeprojekt, was Engagement und Eigeninitiative zustande zu bringen in der Lage sind.“

Letzte Station war ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd, Rainer Steffens. Er erläuterte, welchen Beitrag ein Stadtwerk zur Unterstützung erneuerbarer Energien leisten kann. So habe sich sein Unternehmen zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den Anteil regenerativ erzeugten Stroms für Tarifkunden auf 20 Prozent zu erhöhen. Im Investitionsplan stünden dafür rund drei Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Auch im Bereich der E-Mobilität sei das Unternehmen durch den Betrieb von Stromtankstellen engagiert. Resumée von Dr. Julia Frank: „Die Energiewende ist breitflächig in Gang gesetzt. Jetzt ist Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass sie auch ohne Subventionen überlebensfähig wird. Darauf werden wir uns als FDP konzentrieren“.