Medizinische Versorgung im Ostalbkreis neu denken

 

In seiner letzten Sitzung diskutierte der FDP-Kreisvorstand Lösungsansätze, um die unbefriedigende Wirtschaftlichkeit der drei Kliniken des Ostalbkreises auf eine dauerhaft tragfähige Position zu stellen.  Grundprämisse sei dabei, dass eine flächendeckend hochwertige medizinische Versorgung nur unter Aufrechterhaltung des Betriebes aller drei Kliniken möglich sei. 

Im Kern folgen die diskutierten Vorschläge der Vorstellung, dass Verbesserungen auf der Ausgabenseite ohne Einbuße an Qualität und Versorgungssicherheit nur über eine optimierte Zusammenarbeit, ggf. auch über Kreisgrenzen hinweg, möglich seien. Das medizinische Leistungsportfolio sei hierzu unter den Aspekten der medizinisch-organisatorischen Qualität der Leistungen, des regionalen Versorgungsbedarfes sowie der Wirtschaftlichkeit zu evaluieren. Spezifische fachliche Schwerpunkte an den verschiedenen Standorten seien weitere Ansatzpunkte, die gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit und die Qualität der Leistungserbringung verbessern können. „Von der zunehmenden Bereitschaft der Bevölkerung spezialisierte Einrichtungen unter Inkaufnahme größerer Zeit- bzw. Wegeentfernungen aufzusuchen, könne man ausgehen”, so Dr. Julia Frank. “Dies gelte insbesondere dann, wenn sich die Überzeugung durchsetze, dass nur so der Erhalt aller drei Kliniken dauerhaft zu sichern sei.“  Vor diesem Hintergrund sei eine standortübergreifende – ggf. auch kreisübergreifende - Koordinierung notwendig. Die Sinnhaftigkeit von Leistungsüberschneidungen sei dann im Einzelfall zu prüfen. 

 

Ein wesentlicher Schwerpunkt liege auch in der Vereinheitlichung der Strukturen und Prozesse im Verwaltungsbereich. Informationstechnologie und digitale Vernetzung bieten die Chance der verbesserten Zusammenarbeit zwischen den Klinikstandorten sowie mit den übrigen Leistungserbringen. Für die FDP Ostalb ist der digitale Wandel im Krankenhauswesen entscheidend, um vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels auch in Zukunft die optimale Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.

 

"Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen durch neue Gesetze geändert, wie das Krankenhausstrukturgesetz. Um dabei die medizinische Versorgung an allen drei Krankenhäusern im Ostalbkreis sicherzustellen sowie auf die sich ändernden Bedürfnisse der Patienten einzustellen, werden sich auch die Klinken des Ostalbkreises anpassen müssen.", erklärt Christian Felix Müller, Kreisvorsitzender der FDP. "Wir erreichen mehr, wenn wir die Versorgung auf der Ostalb als Ganzes neu denken.“

Beschluss des Vorstands der FDP Ostalb vom 30. März 2016
Beschluss_FDP-Ostalb_Klinikstruktur_PM.p
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